
Saskia Jaja wurde schon mit Ringelsocken geboren, weshalb sie diese für eine Weltanschauung hält. Sie kam pünktlich zum Mauerfall nach Berlin und landete versehentlich auf einer Lateinschule, was ihr eine Karriere auf dem Neuköllner Arbeitsamt ersparte. Ihre fatale Neigung zu ostdeutschen Kleinstädten hat ihr – unter anderem – einen erstklassigen Abschluss von einer drittklassigen Hochschule eingebracht. Obwohl sie Umzüge inzwischen gründlich satt hat, wechselt sie doch spätestens alle zwei Jahre ihren Wohnsitz. Politisch und moralisch vertritt sie einen "auf die unbedingte Singularität des Subjekts gegründeten Universalismus", an den lieben Gott glaubt sie für die Dauer von Stoßgebeten. Böse Zungen sagen ihr jedoch eine reaktionäre Gesinnung nach, weil sie immer noch analog fotografiert. Sie ist gelegentlich nachtragend, sonst aber weitgehend harmlos. Literarisch bevorzugt sie so bühnenuntaugliche Gattungen wie Vierzeiler und Fortsetzungsromane. Einige ihrer Gedichte hat sie an chinesische Glückskeksproduzenten verkauft.
(Saskia Jaja heißt nicht wirklich so. Im bürgerlichen Leben ist sie zu 80 % normal.)
Bäumchen wurde 1968 von seiner Mutter in Spandau im Wald geboren und ist dort auch aufgewachsen. Sein Name leitet sich allerdings nicht daher ab. Den erhielt er erst 1982 auf der Schule – wohlbemerkt auf dem Gymnasium, nicht auf der Baumschule!
Er hatte lange Jahre literarische Schreibgruppen für Jugendliche geleitet, wurde wegen verbaler Grobheiten jedoch gebeten, dies zu unterlassen.
Er ist Diplompfarrer, denn er studierte sehr lange und sehr fleißig evangelische Theologie in der langweiligen Bundeshauptstadt sowie in einem äußerst spannenden Dorf, dem fränkischen Rom. Vom aktiven Dienst auf Grund seiner Neigung zu Gewalttätigkeiten ausgeschlossen, wechselte er nicht zur römischen Konkurrenz, die mit Extremisten grundsätzlich besser leben kann. Stattdessen wurde er lieber Gründungsmitglied der Brutusmörder und lebt sich dort aus.
Georg Weisfeld hatte inspiriert von Otto Walkes und dem legendären Straßenjongleur Ernst beschlossen, nach der Schule in die Unterhaltungs-Comedy-Spaß-Entertainment-Clowns-Branche zu gehen.
Bei der privaten "Etage – Schule für die darstellenden Künstler" hat er sich für das Pantomimen-Studium entschieden, und ist nach einer schweren Aufnahmeprüfung angenommen worden ("Wir wollen mit dir arbeiten, deine Eltern scheinen Geld zu haben...").
Um im harten Show-Biz zu überleben, beschäftigt er sich nach dem Ende seines Studiums auch mit Jonglage, Zauberei, Tanz, Close-up-Animation, Schauspiel, Comedy, Gagsschreiben und Urkundenfälschung.
Michael-André Werner, Romancier, Tierfreund & Menschenhasser, Stadtblogger, Kaffeetrinker und Träger des Walter-Serner-Preises und des Reinheimer Satirelöwen.
Ende der 1960er in Berlin geboren, bringt er in seiner Freizeit Jugendlichen das Schreiben bei (www.schreibwerkstatt-berlin.de) und hat eine eigene Homepage unter www.michael-andre-werner.de. Nach Aufenthalten in Irland, Kopenhagen, Prag, Warschau und Paris liest er jetzt wieder regelmäßig in Berlin.