Klugscheißern für Fortgeschrittene


 

Nachdem wir bei unserem ersten Auftritt im Neuen Jahr unter dem Motto Serviervorschlag viele kluge Texte (und Vorschläge - für was auch immer...) servierten, gehts im Februar gleich weiter mit lauter klugen Dingen. Dafür haben wir uns die intellektuelle V1 der Berliner Lesebühnenszene, Anselm Neft, sowie Heiko Werning, der ihm darin in nichts nachsteht, eingeladen.

 

Anselm Neft kam in einem Stall bei Bonn zur Welt - in einem Ort, über den kluge Werbeköpfe „Zum Glück gibt’s Pech“ sagen (all jenen, denen dies platt erscheint, sei da die Aufforderung vor Augen geführt, Berlin zu sein...). Eigentlich war er von seiner Mutter als dortiger Messias vorgesehen, doch ging er statt dessen in die Fremde, studierte vergleichende Religionswissenschaft, Vor- und Frühgeschichte, Volkskunde sowie Philosophie und arbeitete dann unter anderem als Tutor, Mitherausgeber einer religionswissenschaftlichen Zeitung, Deutschlehrer, Schalmeienbläser, Kellner, Saunaputzer, Herold, Gastrokritiker, Etikettenpresser, Dozent für kreatives Scheiben, archäologischer Ausgräber, Medikamentester, Oldtimer-Ersatzteile-Fotograf und Stadtführer. In letzter Zeit hat er mehrere Bücher auf den Markt geworfen, darunter als Mitherausgeber die Anthologie „Götter, Gurus und Gestörte“ im Dezember 2009 sowie in diesem Januar „Die Lebern der Anderen“, eine Sammlung alleinig eigener Kurzgeschichten.


In Münster geboren, zog Heiko Werning 1991 die Abenteuerlust in den Wedding. Dort wechselte er nur einmal von der dunklen auf die helle Seite der Seestraße. Allerdings verschont ihn seine Erdgeschosshinterhofwohnung weiterhin von Sonne – ihm reicht, dass es seit über hundert Jahren elektrisch Licht gibt! Er ist studierter Umweltschützer, Reptilienforscher, Froschfreund, Kriechtierredakteur, Liederschreiber, Sänger (CDs: „Das blaue Licht der Hoffnung“, „Was die Leute sagen“), außerdem Plattenmogul und Taz-Blogger. Als letzterer wurde er in letzter Zeit zum meist gehassten Kämpfer gegen die Klimaerwärmung – denn ungeachtet allen, denen gerade sehr kalt ist, kennt Heiko sehr wohl den Unterschied zwischen Klima und Wetter. Auf den Brettern der Berliner Lesebühnen seht er allwöchentlich bei den „Brauseboys“ sowie der „Reformbühne Heim & Welt“. Von der Vielzahl seiner Bücher sei hier aus Gründen der Schlankheit dieser Vorankündigung lediglich der episodische Entwicklungsroman „In Bed with Buddha“ erwähnt.

 

Tja, und diejenigen, die einen Kalender besitzen, werden feststellen, dass wir keinen haben - denn ursprünglich behaupteten wir, der letzte Februardienstag wäre in diesem Jahr Fastnacht. Dem ist allerdings nicht so. Egal, wir nehmens mit echtem rheinischen Frohsinn und einer großen Portion westfälischer Gelassenheit.

 

 

 


Die Brutusmörder - Klugscheißern für Fortgeschrittene

Dienstag, den am 23. Februar 2010

um 20:00 Uhr

im Periplaneta Literaturcafé

Bornholmer Straße 81a, 10439 Berlin-Prenzlauer Berg

(nahe U + S Schönhauser Allee / S Bornholmer Straße / Straßenbahn M13 und 50 direkt vor der Tür)



| mit Saskia Jaja, Georg Weisfeld, Michael-André Werner, Bäumchen

| und als Gäste Anselm Neft sowie Heiko Werning.


Eintritt 4,-€


Der Raum ist rauchfrei. (Dafür gibts aber ausreichend Rauch- und Getränkepausen!)


nächstfolgende Show:

 

Schabenfreude

 

am 30. März 2010

um 20:00 Uhr

 

 

| mit Saskia Jaja, Michael-André Werner, Georg Weisfeld, Bäumchen

| und als Gäste Karolina Kuszyk sowie Martin Betz.

Die Brutusmörder

Photo: Bernhard Volkwein


Berlins einzige Weddinger Lesebühne, die nicht im Wedding liest. Jeden letzten Dienstag im Monat!

 

www.myspace.com/diebrutusmoerder